Filmtipp: Kleine Verbrechen

Auf meiner Suche nach einem Film, der auf die griechische Sommersaison einstimmt, stieß ich auf die romantische Krimi-Komödie „Kleine Verbrechen“-Originaltitel: „Mikró Églima“. Ich hab ihn mir gleich zweimal angeschaut!

Die Handlung

Kykladen - Inseln des LichtsErzählt wird die Geschichte von Leonidas, einem ehrgeizigen Polizisten, der zu seinem Leidwesen nach seiner Ausbildung auf der kleinen Kykladeninsel Thirasiá in der Ägäis eingesetzt wird. Er träumt davon eines Tages nach Athen versetzt zu werden, wo spannendere Aufgaben auf ihn warten, als Verkehrssünder zu jagen und Nacktbader zu verwarnen. Die recht eigenwilligen, aber durchaus liebenswerten Bewohner der Insel nehmen ihn nicht so recht ernst, bei seinem Anliegen für Recht und Ordnung zu sorgen. Jeder hat so seine kleinen Geheimnisse, die gewahrt bleiben sollten und niemand ist daran interessiert die eingeschworene Dorfgemeinschaft aus den Fugen geraten zu lassen.

Als eines Tages die Leiche des alten Zacharias in einem Steilhang gefunden wird, wittert Leonidas seine Chance, endlich einen richtigen Kriminalfall aufzuklären. Doch sowohl sein Vorgesetzter als auch die Inselärztin lehnen eine Obduktion ab, da nach ihrer Ansicht nur ein Unfall in Folge von Trunkenheit als Todesursache in Frage kommt. Da taucht die schöne Angeliki auf, TV-Moderatorin und Stolz der Insel,  die nach der Verleihung eines Fernsehpreis überraschend in die Heimat zurückkehrt. Sie unterstützt Leonidas tatkräftig bei der Untersuchung des Tatherganges. Auch sie will, jedoch aus eigenen Motiven, herausfinden was zum Tod Zacharias geführt hat.  Mit unorthodoxen Methoden gehen die Beiden an den Fall heran und verlieben sich dabei ineinander. Aus den Befragungen der Anwohner des Fundortes ergeben sich verschiedene Versionen der Todesursache, die vom Selbstmord bis zu Verschwörungstheorien des amerikanischen Militärs reichen. Durch einen Unfall Leonidas am Schluss des Films klärt sich das fragwürdige Verbrechen endlich auf.

Das Drumherum

„Kleine Verbrechen“ ist der zweite Spielfilm des in London geborenen Zyprioten Christos Georgiou. Er führte nicht nur Regie, er schrieb auch das Drehbuch und war an der griechisch-deutschen-zypriotischen Co-Produktion als Produzent des 2008 gedrehten Streifens beteiligt.

Der Film besticht durch seinen warmherzigen Charme, der einem die pittoreske Insel und seine Bewohner ans Herz wachsen lässt. Die kurzweilige Griechenland-Komödie lädt zum Schmunzeln ein und weckt mit ihren malerischen Landschaftsaufnahmen und der Kulisse des Dorfzentrums mit seinen weißgekalkten, blau eingerahmten Häusern, Sehnsüchte nach dem nächsten Griechenlandurlaub.

Hier ein kurzer Trailer des Films:

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