Griechisches Erdöl

Immer mal wieder gibt es Meldungen, dass vor Griechenlands Küsten diverse große Erdölvorkommen der Erschließung harren. Was ist dran an diesen Meldungen?

Während der Jahre 1968-1974 führte die griechische Regierung oftmals Erdbohrungen aus, die wichtige Ergebnisse hinsichtlich des Erdöls im ägäischen Meer hervorbrachten. Bereits im Jahre 1996 suchte die damalige griechische Regierung nach Investoren für den Abbau des Erdöls in der Gegend der Bucht von Kyparissia. Damals wollte sich partout kein Erfolg einstellen. Vornehmlich wohl, weil die Fläche der Ablagerung sich ausschließlich auf die Gegend von Kyparissia und von Katakolos beschränkte.

Erdöl-FörderturmZunehmende wichtige Ergebnisse ergaben sich während der letzten Untersuchungen einer norwegisch-griechischen Mannschaft auf dem norwegischen Schiff Nordic Explorer. Die Bestätigung dieser Mannschaft für Erdöllagerstätten im ägäischen Meer weckten im griechischen Volk neue Hoffnungen: Bei den Untersuchungen sind die Erdölvorkommen in der Gegend südlich von Kerkyra, bis zu griechischen Wassergrenzen mit Italien, südlich von der Insel Kefalonia sowie südlich des Ortes Katakolou und des Städtchens Pylos auf der Peloponnes lokalisiert worden. Zusätzlich sind Erdölquellen in der gesamten Bucht der Region Kyparissia auf der Peloponnes entdeckt worden. Kreta präsentiert in seinem nahen Meeresraum interessante Lagerstätten auf seiner nördlichen Seite von der Stadt Chania bis zu der kleinen Insel Koufonisi. (Quelle: www.tanea.gr)

Dennoch muss der griechische Staat einige Jahre auf Einnahmen durch das lokalisierte Erdöl aus dem griechischen Meer warten. Zuerst müssen zuverlässige interessierende Partner, große fremde Ölkonzerne, ausgesucht werden. Wobei griechische Investoren selbstverständlich besonders willkommen sind. Die anschließende Installation der notwendigen Meeresstationen für das Förderung und Verladung des „Schwarzen Goldes“ benötigt große Investitionen im Rahmen eines zeitlich aufwendigen Bauplans.

Besonders angesichts der Finanzkrise und der schwierigen Zukunftslage der griechischen Wirtschaft sollte eine vernünftige Nutzung des Erdöls eigentlich eine wichtige Perspektive sein. Daher begrüßen viele die Entdeckung des Erdöls und können die Erschließung kaum erwarten.

Dennoch zeigen sich nicht alle Griechen für den Gewinn der griechischen Wirtschaft aus dem „Schwarzen Gold“ begeistert: Manche Bürger und auch Politiker vertreten eine zurückhaltende Ansicht, gemäß dem antiken Spruch „Hab Angst vor den Fremden, auch wenn sie Geschenke mitbringen“ ( Auf Griechisch Φοβού τους Δαναούς και δώρα φέροντας). Und dann gibt es noch diejenigen, die vor großen Abenteuern für die nationale Sicherheit und für die Umwelt warnen.

Solche unterschiedlichen Einsichten offenbaren einige Aspekte des generell schwierigen, alltäglichen Lebens und der unsicheren Wirtschaftslage Griechenlands und der Nuzung von Bodenschätze in Griechenland.

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Wer ist Maria?

Die Autorin hat an der Universität Athen Archäologie und Kunstgeschichte sowie Geschichte studiert und in der Archäologie in Deutschland promoviert. In diesem Sinne fühlt Sie sich als würdige Griechin und schreibt hier im Blog mit Enthusiasmus über das Leben und die Kultur von Griechenland, indem Sie über die Vergangenheit und die Gegenwart ihres Landes berichtet.

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