Die Minoer auf Kreta

Minoer waren die Bewohner auf der Insel Kreta, die die erste Hochkultur im europäischen Raum bildeten. Minoer sind nicht ein durch die Geschichte genau umrissenes Volk, sondern man verbindet vielmehr einen geschichtlich-archäologischen Terminus mit diesem Begriff. Obwohl man mit dem Begriff „Minoer“ die antiken Vorfahrer der zeitgenössischen Einwohner von Kreta bezeichnet, waren Knossosdiese Minoar nicht die Ureinwohner Kretas. Insbesondere werden die berühmten Kreter der Epoche der Bronzezeit historisch mit den Minoern identifiziert. Der Name „Minoer ist eine Konstruktion und die historischen einzigen Quelle aus dem antiken Ägypten, die in die Bronzezeit datiert werden können, erwähnen die in unserer Zeit als Minoer bekannte Bevölkerung von bronzezeitlichem Kreta als „Keftiou“. Der Minos hat in unserer Zeit die Definition für die Bevölkerung in der Bronzezeit auf Kreta als Minoer geprägt. Zwar wird er in den historischen Quellen des antiken Griechenlands des 5. Jahrhunderts als der mächtige kretische König mit Hochheitsrecht auf der Erde und auf der Unterwelt erwähnt. Keine fassbaren historischen Belegen sind aber für dessen Existenz vorhanden.

Die Minoer haben in der Zeit vom 3. Jahrtausend bis hin ins 2. Jahrtausend v. Chr. eine hervorragende Kultur geschaffen, die als minoische Kultur bekannt ist. Der Einfluss Ihrer Kultur auf andere Siedlungen bzw. Orte in der sämtlichen Ägäis war in jener Zeit ausgebreitet. Und die Minoer hielten diplomatische und wirtschaftliche Außenbeziehungen mit anderen wichtigen Völkern jener Zeit wie mit den Ägyptern und Assyrern.

Auf Kreta erbauten die Minoer eindrucksvolle Paläste monumentaler Architektur in Orten wie Knossos, Phaistos, Zakros, Archanes Diese bildeten das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum des täglichen Lebens. In ihnen fanden bedeutende Zeremonien und faszinierende Spektakel, wie Stiersprungsspiele, statt. Die Paläste waren mit hoch entwickelten  Wandmalereien dekoriert und besaßen wertvolle Schätze an diversen Gegenständen, die religiösen Zwecken und dem Kult des Königs dienten.

Die Kunst der Minoer und die Religion hatten einen engen Bezug zur Natur, und ihre Kultur hob offensichtlich die menschliche Ehrfurcht vor der Natur hervor, wie man es durch die verschiedenen Artefakten und Darstellungen in der minoischen Kunst interpretieren kann.

Für den Besucher auf Kreta vermitteln die archäologischen Grabungsstätten in vielen Orten und die Ausstellungen in archäologischen Museen in Heraklion, Chania und Archanes u.a. ein prägnantes Bild des Lebens und der Kunst der Minoer. Dieses regt uns heutzutage durchaus gedanklich zur Vorstellung der vor 4. Jahrtausenden lebenden Minoer und ihrer hochrangigen Kultur an. Die Zeugnisse der minoischen Kultur können durch vollkommene Elloquenz und ursprüngliche Perfektion stark jeden Besucher von Kreta beeindrucken.

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Wer ist Maria?

Die Autorin hat an der Universität Athen Archäologie und Kunstgeschichte sowie Geschichte studiert und in der Archäologie in Deutschland promoviert. In diesem Sinne fühlt Sie sich als würdige Griechin und schreibt hier im Blog mit Enthusiasmus über das Leben und die Kultur von Griechenland, indem Sie über die Vergangenheit und die Gegenwart ihres Landes berichtet.

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