Was ist eigentlich Fava?

Oberflächlich betrachtet ist Fava ein gelbes Püree, das mit reichlich Olivenöl übergossen und mit Zwiebelringen bestreut, meist lauwarm serviert wird. Gerade jetzt in der Fastenzeit ist das auf Hülsenbrüchten basierende Gericht sehr beliebt. Gern als Mezes mit einem Glas Wein, aber auch als sättigendes Hauptgericht.

Was ist Fawa?

Das Rezept für den Dip FawaWas Fava aber genau ist und woraus es besteht – dazu gibt es ebensoviele Meinungen, wie Rezepte:
Kichererbsen, gelbe Erbsen, Schälerbsen, halbe gelbe Erbsen, gelbe Linsen, geschälte rote Linsen, dicke Bohnen, Ackerbohnen,Saubohnen, Schweinsbohnen, Favabohnen, Pferdebohnen, Viehbohnen oder Puffbohnen sind Ergebnisse meiner Google-Recherche in Bezug auf das Ausgangsprodukt von Fava.

Oft, besonders auf Kreta, wird Fava mit Hummus verwechselt. Dieser hat Kichererbsen als Basis und wird mit orientalischen Gewürzen, wie Kurkuma, Kreuzkümmel und Sesampaste abgeschmeckt. Er mag vielleicht ähnlich aussehen wie Fava, und auch die gleiche Konsistenz haben, ist aber eben nicht das Original.

Dieses stammt nämlich von der Kykladen-Insel Santorini. Dort ist Fava so alltäglich, wie Spaghetti in Italien. Die Grundzutat ist eine kleine gelbliche platte Erbse (Lathyrus clymenum L) von etwa zwei Millimetern Durchmesser, die eher wie eine Linse als wie eine Erbse aussieht. Ihr besonderer Geschmack wird auf die vulkanische Santorini-Erde zurückgeführt. Die Frucht wird nach ihrer Ernte einem speziellen Trocknungsverfahren unterzogen und kommt oft in gespaltener Form, sozusagen als „Erbsenbruch“ in die Tüte. „Fava Santorins“ hat einen sehr hohen Anteil an Kohlehydraten und Proteinen und ist daher für Vegetarier und Veganer eine ideale Kost.

Rezept

Fava zuzubereiten ist sehr einfach. Da die Fava-Erbse wahrscheinlich nicht in einem deutschen Supermarkt zu finden ist, kannst Du das Gericht alternativ mit gelben Linsen herstellen.

Du braucht:

  • eine Tasse Fava
  • 2 Tassen Wasser
  • eine Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • etwas Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Wasser in einem Topf erhitzen. Das Fava dazugeben und auf kleiner Flamme kochen lassen, bis es sich auflöst.
In der Zwischenzeit die Zwiebel in Ringe schneiden.
Den Brei etwas salzen und pfeffern und in einer Schüssel anrichten. Die Zwiebeln darüber geben. Mit Olivenöl beträufeln.

Kali Orexi!

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Wer ist Maria-Efthalia?

Maria-Efthalia Tsoukis ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 13 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Personaldienstleistungsagentur Gefyra für griechische Ingenieure. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

Ein Kommentar

  1. Markus sagt:

    Meines Erachtens stammt Fava von der kleinen Insel Anaphi und wurde von den Santorinern übernommen.
    Weiterhin schmeckt es am besten kalt, bestenfalls lauwarm.

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